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Heute wird Tabak noch in neune Kantonen, von ungefähr 300 Bauernbetrieben auf zirka 510 Hektaren angebaut. 85 % der angebauten Tabakfläche befindet sich in der Westschweiz, im Freiburgischen und Waadtländischen Broyetal. Der Rest der Produktion verteilt sich auf verschieden Deutschschweizer Kantone, auf den Jura und auf das Rhonetal. |
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Diese Kultur, oft verkannt und voll von Traditionen, verlangt ein Können, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Im Gegensatz zu anderen landwirtschaftlichen Kulturen in der Schweiz, geht der Tabakanbau nicht mit der Ernte eines Produktes auf dem Feld zu Ende, sondern erstreckt sich weiter auf die Trocknung der Blätter, die eine entscheidende Rolle spielt. Es handelt sich dabei um einen komplexen und wesentlichen Vorgang, der schliesslich zu einem marktgerechten Produkt führt.
Der Tabakanbau fängt im März mit der Setzlingsproduktion in Folientunnels an.
Mitte Mai werden die Setzlinge mechanisch ausgepflanzt. Danach werden verschiedene Pflegemassnahmen durchgeführt, um die Entwicklung der Pflanzen zu fördern. Anfang Juli beginnt die Ernte der Blätter, welche die volle Aufmerksamkeit der Produzenten verlangt. Die Ernte beginnt an der Pflanzenbasis und verläuft aufwärts im Rhythmus der Blattentwicklung und deren Reife. Die Burleyernte erfolgt in 3 bis 5 Durchgängen, während bei der Virginernte deren 7 bis 9 erforderlich sind. Trotz Mechanisierungsfortschritten wird die Ernte von Hand durchgeführt. Dabei sitzen die Pflücker und Pflückerinnen auf Erntemaschinen, welche das Laden und Transportieren der Blätter erleichtern. Die Ernte dauert beim Burley bis Mitte September und beim Virgin bis Mitte Oktober.
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